Bei der Gestaltung des Parks ließ Fürst Pückler zahlreiche Wirtschaftsgebäude abtragen, um Raum für malerische Landschaften zu schaffen. Dieses Schicksal blieb dem heutigen Schlossvorwerk erspart. Es wurde als Wirtschaftszone belassen – nahe am Schloss gelegen, aber doch so weit entfernt, dass ein Pleasureground die Residenz ungehindert umschließen konnte. Pückler verwirklichte hier seine eigene Vision, die er in den „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ dargelegt hatte: Er kritisierte darin englische Anlagen, bei denen sich die Wirtschaftsgebäude in unmittelbarer Nähe des Schlosses befanden.
Die Vision des Fürsten sah eine vollständige Umgestaltung dieses Areals vor. Anstelle des heutigen Innenhofs sollte die „Erste Orangerie“ mit einem formalen Wintergarten entstehen. Diese Absichten überstiegen jedoch die finanziellen Möglichkeiten des Bauherrn, sodass die kühnen Pläne nie verwirklicht wurden.
Unter dem nachfolgenden Standesherrn von Muskau, Prinz Friedrich der Niederlande, wurde zur Schlosswiese hin das Beamtenhaus errichtet. Die Familie von Arnim wiederum errichtete auf den älteren Fundamenten die Gebäude im Stil der Neorenaissance, die wir bis heute bewundern – allen voran den stattlichsten, zentral gelegenen Marstall. Der gesamte Komplex wurde meisterhaft in die Landschaft eingefügt. Von außen verraten ihn nur diskrete Durchblicke; erst nach dem Durchschreiten des Tores und dem Betreten des Hofes offenbart das Vorwerk seine wahre Größe.
In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die ehemalige Reithalle und die Ananasserie mit dem Küchengarten sowie die „Zweite Orangerie“ – die letztlich als einzige der geplanten Orangerien ausgeführt wurde.