In den 1840er Jahren beauftragte Pückler Ludwig Persius (1803-1845) mit dem Neubau der Brauerei am heutigen Standort. Der Schüler Karl Friedrich Schinkels galt damals als Leitarchitekt des deutschen Klassizismus. 1845 – kurz nach dem Verkauf Muskaus durch Pückler – wurde die Brauerei und die sich rechtwinklig anschließende Restauration „Hotel Düsseldorf“ eröffnet. Im Stil der normannischen Neogotik erbaut, erzeugte der Gasthof mit Erkern, Ziermauertürmchen, Zinnen und bunten Dachziegeln einen pittoresken Effekt.
Die nach Osten gerichtete Seite strahlte weit in den Park hinein, von dem es einen direkten Zugang zum Brauereihof gab. Sowohl Restauration als auch der mächtige und zugleich schlichte Solitärbau der Brauerei fielen durch unverputzte Fassaden aus Ziegelsteinen ins Auge. Nachdem Prinz Friedrich der Niederlande (1797 – 1881) die Standesherrschaft Muskau erworben hatte, wurde der Gasthof 1846 in „Niederländischer Hof“ umbenannt. Am Ende des Zweiten Weltkrieges waren die oberen Geschosse der Brauerei und der Niederländische Hof ausgebrannt, die Gebäude aber bald darauf instandgesetzt.
Der Betrieb wurde ab 1953 als volkseigener Betrieb weitergeführt. Die Bierproduktion endete 1974, danach stellte der Betrieb bis zur Stilllegung 1991 nur noch alkoholfreie Getränke her. 2017 konnte der Freistaat Sachsen die Immobilie erwerben und mit der Sanierung für künftige Nutzungen beginnen. Mit dem Engagement in der Brauerei wird damit dauerhaft und nachhaltig eine Lücke im Umgebungsschutz geschlossen, der für den UNESCO-Welterbestatus elementar ist.